Von 1897 bis 1945

Am 1. August 1897 eröffnete die Straßenbahn Eisenach ihren Betrieb, der zur Zeit der größten Ausdehnung auf drei Linien geführt wurde.

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1897: Straßenbahn ins Annatal

 

Durch private Initiative eines Schlossermeisters wurde zu Ostern 1913 der Kraftomnibusbetrieb auf den Buslinien Bahnhof–Wartburg und Bahnhof–Hohe Sonne–Wilhelmsthaler See eröffnet und erfreute sich sofort großen Interesses. Die in Berlin erworbenen Busse wurden mit verbesserten Bremsen und neuer Lackierung versehen. 1918 übernahm die Deutsche Reichspost das lukrative Omnibus-Geschäft in Eisenach und baute Verbindungen zu allen Ortschaften im Kreisgebiet auf.

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ca 1920: Werbebroschüre der Post für Busverbindungen in Thüringen - teils mit Cabrio-Bussen© Volkhardt Stern, 100 Jahre Kraftpost

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1924: Kraftomnibus der Reichspost

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1925: Büssing/Trutz-Dreiachser der Reichspost; © Volkhardt Stern, 100 Jahre Kraftpost

Die ersten Kraftpostlinien im heutigen Kreisgebiet richtete man in Ergänzung der noch verkehrenden Postkutschenkurse im Jahr 1914 ein. Unmittelbar vor dem Krieg im Sommer 1939 verkehrten dann folgende Kraftpost-Linien:

StreckeAnmerkungPostamtReichspost­direktion
Eisenach - Berka v d Hainich   Eisenach Erfurt
Eisenach - Ruhla - Großer Inselsberg   Eisenach Erfurt
Eisenach - Mühlhausen (Thür)   Eisenach Erfurt
Ruhla Stadtkraftpost Etwa stündlicher Verkehr, Anschluss an die Ruhla-Wuthaer Eisenbahn Ruhla Erfurt
Meiningen - Kaltennordheim   Meiningen Erfurt
Kaltenlengsfeld - Kaltennordheim (Rhön) - Tann (Rhön)   Kaltennordheim (Rhön) Erfurt
Hünfeld - Geisa (Rhön)   Hünfeld Kassel
Wernshausen - Geisa (Rhön)   Dermbach (Rhöngeb) Erfurt
Eschwege - Eisenach   Eschwege Kassel
Schmalkalden - Bad Liebenstein-Schweina Die Fahrten werden im Herbst ganz oder teilweise eingestellt Schmalkalden Erfurt
Bad Liebenstein - Ruhla - Eisenach   Bad Liebenstein Erfurt
Bad Liebenstein - Hohe Sonne - Eisenach   Bad Liebenstein Erfurt
Schweina - Friedrichroda nur von Ende Mai bis Mitte September Bad Liebenstein Erfurt

Am 1. Juli 1939 ging die städtische Autobuslinie vom Hauptbahnhof zur Herrenmühlenstraße in Betrieb. Diese wurde allerdings am 30. November 1939 bereits wieder eingestellt.

Von 1946 bis 1989

Zwischen 1949 und 1970 wurden zunächst von der Deutschen Post unter alliierter Verwaltung bzw. danach von der Deutschen Post der DDR wie schon vor dem Krieg Linienbusverbindungen zwischen den einzelnen Poststellen teilweise parallel zu den Kraftverkehrslinien betrieben. So waren beispielsweise die Verbindungen Vacha - Geisa und Geisa - Wernshausen (vor dem Krieg bereits ab Hünfeld) zur Übernahme durch den VEB Kraftverkehr Bad Salzungen Kraftpost-Linien. Der eigentliche Kraftpost-Verkehr endete zwar am 30. Juni 1953, danach beförderten aber sogenannte Landkraftposten mit Kleinbussen (z. B. Phänomen Granit 30K) teilweise kombiniert Personen und Post noch in die kleineren Orte.

Am 1. Januar 1950 wird der Straßenbahnbetrieb vom Elektrizitätswerk getrennt und zunächst als Kommunales Wirtschaftsunternehmen (KWU) weitergeführt. Bereits zum 31. März 1951 werden die KWU's aufgelöst und die Straßenbahn wird als VEB (K) Städtischer Verkehr Eisenach selbständig.

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1950: LOWA/VOMAG-Bus der Deutschen Post (DDR); © Volkhardt Stern, 100 Jahre Kraftpost

Aufgrund der Grenzsituation zwischen sowjetischer (Thüringen) und amerikanischer (Hessen) Besatzungszone musste die fahrplanmäßige Beförderung der Kalikumpel am 4. Oktober 1952 von der Ulstertalbahn sowie der Bahnstrecke Wenigentaft-Masbach–Oechsen auf Behelfsautobusse der Auto-Transportgemeinschaft Thüringen (ATG) umgestellt werden (sogenannter Verkehrsträgerwechsel). Die ATG ging dann wenige Tage später am 13. Oktober 1952 im neu gegründeten Kraftverkehr Bad Salzungen auf.

Im Verlauf des Jahres 1955 wurde in Eisenach die Autobuslinie in die Hofferbertaue eröffnet.

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1956: Garant 30k als Landkraftpost; © Volkhardt Stern, 100 Jahre Kraftpost

 

Die Straßenbahnstrecke in das Mariental wird bereits im Jahr 1958 auf Autobusse umgestellt.

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1959: Garant 30k vor dem Rathaus Vacha

Die Anbindung des Wohngebietes in der Eisenacher Ernst-Thälmann-Straße mit einer Autobuslinie erfolgte 1963.

Mit Einstellungen der Bahnstrecke Wutha–Ruhla übernahmen Busse im Rahmen eines Verkehrsträgerwechsels am 24. September 1967 die alleinige Bedienung der Strecke. Der Busbahnhof Ruhla befindet sich heute dort wo ehemals der Bahnhof stand.

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1960: Straßenbahn und Stadtbus am Fuße der Wartburg

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1965: Ikarus in Eisenach

Im Jahr 1969 wird die Straßenbahnstrecke zum Krankenhaus im Eisenach ab Mühlhäuser Straße auf Autobusse umgestellt.

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1968: IFA H6B auf Sonderfahrt im Thüringer Wald 

Der bis dahin selbständige VEB Kraftverkehr Bad Salzungen wird am 1. Juli 1970 mit den Betrieben in Meiningen und Schmalkalden zum neuen Großbetrieb VEB Kraftverkehr Schmalkalden mit ca. 1.150 Mitarbeitern, 197 Bussen, 314 LKW und 92 PKW zusammengelegt.

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1972: Busbahnhof Eisenach

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1972: Arbeitstriebwagen 18 am Depot

Der Stadtverkehr in Bad Salzungen mit zunächst sieben Fahrten wurde im Verlauf des Jahres 1974 eröffnet. Bis zum Jahr 1979 wurde der Verkehr auf 36 Fahrten ausgedehnt.

Den Straßenbahnbetrieb stellte der VEB (K) Innerstädtischer Verkehr dann nach 78 Betriebsjahren zum 1. Januar 1976 durch Übertragung des Verkehrs auf den VEB Kraftverkehr Eisenach auf Busverkehr um.

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1980: Ikarus-Bus am Gr. Inselsberg

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1980: Ikarus-Busse am Gr. Inselsberg

Von 1990 bis heute

Im Jahr 1990 ging der VEB Kraftverkehr Eisenach in der Westthüringischen Verkehrsgesellschaft mbH auf. Anschließend erfolgte die Kommunalisierung als Kommunale Personennahverkehrsgesellschaft Eisenach mbH.

Ebenfalls im Jahr 1990 entstand zum 1. Mai aus dem seit dem 1. April 1990 wieder eigenständigen VEB Kraftverkehr Bad Salzungen zunächst die Kraftverkehrsgesellschaft Bad Salzungen mbH, die dann am 17. Dezember 1991 in die Personennahverkehrsgesellschaft Bad Salzungen mbH (PNG) umfirmiert wurde.

 

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1991: Ikarus 280 in Wendestelle Rothenhof

 

Viele neue Herausforderungen waren zu meistern. So zum Beispiel die Integration des Schülerverkehrs in den Linienverkehr, der schrittweise Ersatz veralteter Busse durch moderne umweltfreundliche Fahrzeuge bei beginnendem Einsatz von Niederflurtechnik, der Infrastrukturaufbau mit dem Neubau von modernen Betriebshöfen, der Umgestaltung von Busbahnhöfen, Haltestellen und der Auf- und Ausbau rechnergestützter Fahrscheindrucker-, Informations- und RBL-Technik.

 

Im Jahr 2006 wurden die ersten Fahrplaninformationssäulen im Stadtverkehr Eisenach aufgestellt. Neben einer Uhr werden die nächsten Abfahrtzeiten auf einem Display dargestellt sowie statische Informationen (Liniennetz etc).

Das neu errichtete Depot Eisenach wurde am 9. Februar 2016 in Betrieb genommen. Es befindet sich am Eichrodter Weg.

Seit Juli 2017 ist der neue Busbahnhof fertig gestellt und dient nun als Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) dem Öffentlichen Nahverkehr in der Wartburgstadt Eisenach und im Umland (Wartburgkreis).

Nach erfolgter Fusion der Kommunalen Personennahverkehrsgesellschaft Eisenach mbH (KVG) und der Personennahverkehrsgesellschaft Bad Salzungen mbH (PNG) wurde die VUW mit Wirkung vom 12. Oktober 2017 ins Handelsregister eingetragen.

 

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2017: Zentrale in Bad Salzungen

Anlässlich des Tages der Elektromobilität in Eisenach am 08. September 2018 wurde ein Förderbescheid über 840.000,- Euro an das Unternehmen zur Anschaffung von zwei Elektrobussen übergeben. An diesem Tag wurde ein stündlicher Linienverkehr vom Markt in Eisenach zur Wartburg mit einem Ebusco-Elektrobus angeboten.

 

ueberuns foerderbescheid

2018: Übergabe des Förderbescheids am 8.9.

ueberuns elektrobus

2018: Ebusco-E-Bus am Markt in Eisenach am 8.9.

 

(aus Wikipedia)

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